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Ein Film von Stefan Wolner & Wolfang Pfoser-Almer
2017 | A | Dokumentation | 90 Min

SYNOPSIS
Ein Leben für und durch Musik, den Blues und den Gospel, the Lord and the Devil – Leo „Bud“ Welch, einer der letzten „real Bluesmen“, feierte seinen musikalischen Durchbruch mit 81 Jahren. Late Blossom Blues begleitet das verkannte Genie auf seiner Tournee durch die amerikanischen Südstaaten. Träume und Abgründe des land of the free in den Bildern, der Musik, den Geschichten. Vom Leben gebeutelte Blues-Existenzen – authentisch, lebendig und mit einer Verve, die sich unweigerlich auf das Publikum überträgt.

Schwerfälliger Gang, gebückte Haltung, Schnappatmung – ein Mann, alt, faltig und langsam. Doch sobald dieser die Saiten seiner „pink guitar“ anschlägt und zu den Blue Notes zu singen beginnt, offenbaren sich hinter der abgelebten Fassade des inzwischen 85-jährigen Leo „Bud“ Welch ungeahnte Energien, eine Verve, die sich unweigerlich auf die Zuhörer/innen überträgt. Ein Leben für und durch Musik, den Blues und den Gospel, the Lord and the Devil – schon seit der Jugend eng mit seinem In- strument verbunden, verschaffte sich Welch jedoch erst mit 81 Jahren (und mithilfe seines enthusiastischen Managers) jenseits seiner Heimatstadt Gehör und Erfolg: die ersten beiden Studioalben, Tourneen durch Amerika, der erste Flug, Konzerte in Europa. Das Verdienst von Late Blossom Blues ist ein doppeltes: zum einen das empathische, aufrichtige Porträt dieses lange verkannten, schrulligen Genies, das sich zwischen verrauchten Clubs, Arztpraxen und Gottesdiensten bewegt. Zum anderen das Verweben dieses einzigartigen Charakters mit der Lebenswelt und der musikalischen Tradition, der er angehört. Welcome to Mississippi: die Südstaaten, Wurzel des Blues – Baumwollfelder, morsche Holzhäuser, leere Strassen, ein Diner, eine Dorfkirche, abgeranzte Bluesschuppen. Die dokumentarische Reise bewegt sich durch ländliche Gegenden abseits der großen, glanzvollen Metropolen, doch spiegelt sich auch hier Amerika, seine Glücksversprechen, vor allem aber die gesellschaftlichen Missverhältnisse, die abgründige Seite des land of the free – in den Bildern, der Musik, den Geschichten: eine verspätete Erfolgsstory, ein Golfkriegsveteran – Blues-Existenzen geprägt von Armut, Querelen, Schindereien. Umso erstaunlicher die Lebendigkeit und der (Über-)Lebenswille, nicht nur dieses einzelnen Musikers, sondern einer ganzen Szene: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“ (Thomas Morus).
(Katalogtext, mk)

FESTIVALS
Winner North Carolina Film Award *BESTE MUSIKDOKUMENTATION*, NEO International Film Festival’17, *PUBLIKUMSPREIS*, Naples International Film Festival, 2017 *HONORABLE JURY MENTION* Noida International Film Festival, 2017, Crossing Europe, 2017, Diagonale, 2017, Hofer Filmtage, 2017, IIPM Festival, 2017, Frederick Filmfestival, 2017, Clarksdale Filmfestival, 2017, Festival de cine de Portoviejo, 2017, Int’l Festival Sarajevo, 2017, Oxford Film Festival, 2017, Bergamo Film Meeting, 2017, Queens World Filmfestival, 2017, Dingle Film Festival, 2017, Festival de cine de San Lorenzo, 2017, Asbury Park Music & Film Festival, 2017, Bentoville Film Festival, 2017, Cayman Island International Filmfestival, 2017, Ethocineca – Int’l Documentary Film Festival, 2017, Bluesharp Festival, 2017, International Festival Sarajevo “Sarajevo Winter”, 2017, Mediawave International Filmfestival, 2017, Buddha International Film Festival, 2017, Great Message International Film Festival, 2017, Grossmann Fantastic Film Festival, 2017, Bangkok Thai International Film Festival, 2017, Clones Film Festival, 2017

Oregon State International Film Festival, 2017, Coronado Island Film Festival, 2017, Doc’n’Roll Film Festival London, 2017, Bangkok Thai International Film Festival, Sierra International Film Weekend, Bolivia, Cuzko Underground Cinema Festival, Peru
Four Seasons Film Festival, Vienna Sugar Blues Festival

CREDITS
Regie: 
Stefan Wolner, Wolfang Pfoser-Almer
Kamera: Viktor Schaider
Ton: Gerald Rauscher
Schnitt: Lisa Zoe Geretschläger
Sound Design: Primitive Studios
Colograding: 61colograding
Produktion: Red Monster Film, Lets Make This Happen Productions
Produzenten: Stefan Wolner, Wolfgang Pfoser-Almer
mit Unterstützung von: Land Oberösterreich, Land Niederösterreich, AWS